KÖRPER

„Nichts reibt mehr!“

Oberschenkelstraffung

Allgemeines zur Oberschenkelstraffung

An den Oberschenkeln kommt es oft zu störenden Ansammlungen von Fettgewebe. Diese lokalisierten Fettdepots können unterschiedlich verteilt sein und neben ästhetischen Aspekten auch zu funktionellen Beschwerden führen. Alleinige Fettdepots können bei guter Hautqualität durch eine Fettabsaugung mittels spezieller Technik behandelt werden. Hierbei wird eine deutliche Reduktion des Volumens aber auch eine Straffung der Hautverhältnisse herbeigeführt.

In sehr ausgeprägten Fällen oder z.B. nach massivem Gewichtsverlust kommt es in dieser Region oft zu Überschüssen schlaffer Haut. Diese Hautüberschüsse bilden sich oftmals auch durch Sport oder spezielles Training nicht mehr zurück und stören sowohl ästhetisch als auch funktionell.

In diesen Fällen sollte der Hautüberschuss operativ entfernt werden. Dies kann, abhängig vom Ausmaß des Hautüberschusses, entweder über einen kurzen Schnitt nahe des Dammes oder aber, in besonders ausgeprägten Fällen, über einen Längsschnitt am Oberschenkel vorgenommen werden. Auch diese operativen Techniken werden zumeist mit einer Liposuction im Bereich der Knieinnenseiten ergänzt um die dort vorhandenen Fettdepots zu reduzieren und die Haut besser nach oben mobilisieren zu können. Die in dieser Region verlaufenden Lymphbahnen werden hierbei durch die Anwendung einer speziellen Absaugetechnik geschont. Während Fettabsaugungen in dieser Region in lokaler Betäubung mit Dämmerschlaf durchgeführt werden können sollten die Straffungsoperationen in Vollnarkose durchgeführt werden.

Krankenhausaufenthalt: ambulant bis zu maximal zwei Nächten
Narkoseform: Allgemeinanästhesie
Eingriffsdauer: ca. 2 Stunden
Schmerzen: zumeist wenig schmerzhaft
wieder gesellschaftsfähig: nach 3-4 Tagen
wieder arbeitsfähig: nach zwei (Schreibtischtätigkeit) bzw. 4 Wochen (körperliche Arbeit)
wieder sportfähig: nach 6 Wochen
Nachbehandlung: Kompressionshose für drei bis sechs Wochen Tag und Nacht

Was ist vor dem Eingriff zu beachten?

Im Rahmen eines ausführlichen Aufklärungsgesprächs werden Sie entweder bei der Erstvorstellung oder aber spätestens zwei Wochen vor dem Eingriff ausführlich über den detaillierten Behandlungsablauf und die Operationsrisiken aufgeklärt. Zusätzlich bespricht der Narkosearzt eine Woche vor dem Eingriff mit Ihnen das geplante Vorgehen. Zur Erinnerung finden Sie hier einige Punkte welche Sie beachten sollten:

  • Bitte zehn Tage vor dem Eingriff keine blutverdünnenden Medikamente einnehmen. Bitte klären Sie gegebenenfalls mit Ihrem Hausarzt ob und wie Sie diese blutverdünnenden Medikamente ersetzen können.
  • Bitte reduzieren Sie Ihre Schambehaarung ca. drei bis vier Tage vor dem Eingriff. Die Schambehaarung muss hierbei nicht vollständig rasiert werden, eine Kürzung auf z.B. fünf Millimeter Länge erleichtert die Operation jedoch erheblich.
  • Bitte lassen Sie Sich zum Eingriff bringen und danach wieder abholen. Auch ist es vorteilhaft wenn Sie am Tag der Operation zu Hause Hilfe hätten.
  • Da der Eingriff in Vollnarkose durchgeführt wird, müssen Sie nüchtern sein. Das bedeutet, dass Sie sechs Stunden vor dem Eingriff keine festen Speisen oder dickflüssige Getränke zu sich nehmen dürfen. Klares Wasser und Tee können Sie bis zwei Stunden vor dem Eingriff konsumieren.

Was ist nach dem Eingriff zu beachten?

Vor dem Eingriff lernen Sie das gesamte OP Team persönlich kennen. Nach einem nochmaligen Besprechen des gesamten Ablaufs werden Sie dann in Vollnarkose operiert. Der Eingriff dauert ein bis zwei Stunden. Zu Beginn des Eingriffs wird, sofern notwendig, Fett abgesaugt. Die Schnittführung erfolgt je nach Befund zumeist am Übergang vom Schamhügel zum Oberschenkel, in seltenen Fällen auch an der Oberschenkelinnenseite. Die Narben liegen somit an möglichst „unsichtbaren“ Stellen. Um Ihnen einen Fadenzug zu ersparen wird zumeist sich selbst auflösendes Nahtmaterial verwendet. Bei Bedarf können Sie sich nach der Operation im Aufwachzimmer erholen bevor Sie wieder nach Hause gebracht werden können.
Nach diesen Eingriffen ist eine Nachbehandlung mit einer Miederhose notwendig. So kann unmittelbar nach der Operation das Risiko einer Nachblutung reduziert und langfristig ein gleichmäßiges Straffungsergebnis erreicht werden. Es handelt sich hierbei zumeist um straff sitzende Hosen welche in Ihrer Länge an bis über das Knie reichende Radhosen erinnern.

Im Rahmen eines ausführlichen Aufklärungsgesprächs werden Sie entweder bei der Erstvorstellung oder aber spätestens zwei Wochen vor dem Eingriff ausführlich über den Behandlungsablauf und die Operationsrisiken aufgeklärt.

Was ist nach dem Eingriff zu beachten?

  • Abhängig von der Größe der Wunde werden am Ende des Eingriffs Drainagen eingebracht. Diese dünnen Schläuche fördern Wundsekret aus der Wundhöhle nach außen und sind für die Heilung unmittelbar nach der Operation bedeutsam. Sie werden zumeist am ersten Tag nach der Operation vorsichtig entfernt.
  • Die Dauer der lokalen Kompression hängt sehr stark vom Ausmaß des Eingriffs ab. Die Mindestdauer beträgt allerdings 3 Wochen (Tag und Nacht)!
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengung während der ersten 48 Stunden nach der Operation.
  • Es wird bei diesem Eingriff fast ausschließlich selbstauflösendes Nahtmaterial verwendet. Sollte ein Fadenzug notwendig sein, erfolgt dieser im Zuge der Kontrolle nach zehn bis vierzehn Tagen.
  • Leichte sportliche Betätigung ist frühestens nach vier Wochen, volle Belastung erst nach sechs Wochen wieder möglich.

Verlaufskontrollen finden nach zwei, sechs und zwölf Wochen sowie nach einem Jahr statt. Das endgültige Ergebnis ist erst nach dieser Zeit zu sehen.

Trägt die Krankenkasse die Kosten der Operation?

Abhängig vom Ausmaß kann in ausgewählten Fällen ein Antrag auf Kostenübernahme durch den Krankenversicherer gestellt werden.

Wie hoch sind die Kosten der gesamten Behandlung?

Die Gesamtkosten betragen ab 4400.- Euro. Hierbei sind die Erstberatung, die Operation incl. Narkose, die Kompressionswäsche, die Medikamente und alle notwendigen Kontrollen inkludiert.

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Bemerkung

Jeder Mensch ist unterschiedlich. Um auf Ihre ganz persönlichen Fragen und Wünsche eingehen zu können, bitte wir Sie einen Termin für ein ausführliches Beratungsgespräch zu vereinbaren. Wir nehmen uns gerne Zeit für Sie!